Uganda – Die Perle Ostafrikas

Das an Naturschönheiten und kultureller Vielfalt reiche Uganda liegt im Herzen Ostafrikas. Das Land beherbergt beeindruckende Gebirgslandschaften, weitläufige Savannen, imposante Seen wie den Viktoriasee – den größten Süßwassersee Afrikas – sowie dichte Regenwälder. Zu ihnen zählt auch der Bwindi Impenetrable National Park, die Heimat der bedrohten Berggorillas und ein Anziehungspunkt für Ökotouristen aus aller Welt.

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Interessantes über Uganda

Menschen

Uganda ist die Heimat von mehr als 40 verschiedenen ethnischen Gruppen, die unterschiedliche Sprachen sprechen. Als gemeinsame Amtssprache dient Englisch. Obwohl Uganda mit zahlreichen Herausforderungen wie Armut, politischer Instabilität und gesundheitlichen Problemen – darunter die HIV/AIDS-Epidemie sowie die weitverbreitete Malaria – konfrontiert ist, ist das Land zugleich für die Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Offenheit seiner Menschen bekannt.

Berggorillas

Der Bwindi Impenetrable National Park zählt zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten Ugandas und gehört zu den wertvollsten Naturreservaten der Welt. Er liegt im Westen Ugandas und beherbergt etwa die Hälfte der weltweiten Population der Berggorillas. Diese majestätischen Primaten zählen zu den am stärksten bedrohten Tierarten unseres Planeten. Ihr Bestand umfasst lediglich etwas mehr als tausend Tiere. Zu den größten Gefahren für ihr Überleben gehören der Verlust ihres natürlichen Lebensraums durch Abholzung, Wilderei sowie Krankheiten, die von Menschen übertragen werden. Der Tourismus, insbesondere das Gorilla-Trekking, hat sich zu einer wichtigen Finanzierungsquelle für den Schutz der Berggorillas und ihres Lebensraums entwickelt. Die Regierungen Ugandas, Ruandas und der Demokratischen Republik Kongo arbeiten dabei eng mit lokalen und internationalen Organisationen zusammen, um diese einzigartige Tierart langfristig zu erhalten. Berggorillas leben in Familiengruppen, die gewöhnlich aus fünf bis dreißig Tieren bestehen. Angeführt werden sie von einem dominanten Männchen, meist dem ältesten und stärksten der Gruppe, dem sogenannten Silverback. Seinen Namen verdankt er dem charakteristischen silbergrauen Fellstreifen auf seinem Rücken, der sich mit zunehmendem Alter entwickelt.

Unsere Reise nach Uganda

Reisedauer: 6 Nächte – Mai/Juni 2023 (Kinder: 7 und 8 Jahre alt)

Unterkünfte:
Mburo Eagles Nest (Zeltcamp – die Zelte sind mit einem eigenen Badezimmer, Betten und Solarstrom ausgestattet.)
Mutanda Lake Resort (Resort mit traumhaftem Blick auf den Mutanda-See – für uns die schönste Unterkunft unseres Uganda-Aufenthalts. )
Pineapple Guest House (kleines Gästehaus)

Restaurants: Frühstück und Abendessen nahmen wir stets in unseren Unterkünften ein. Für das Mittagessen bekamen wir meist Lunchpakete, die ebenfalls von den Gastgebern vorbereitet wurden. Gelegentlich machten wir unterwegs auch einen Zwischenstopp in einem Bistro oder einem kleinen Restaurant.

Uganda – Die Perle Ostafrikas

Für unsere zweite Reise nach Tansania wollten wir etwas Neues hinzufügen – etwas, das uns für immer in Erinnerung bleiben würde. Die Wahl fiel auf die Berggorillas. Schon lange hatten wir mit dem Gedanken gespielt, sie einmal in freier Wildbahn zu erleben. Zunächst dachten wir an Ruanda, doch nach Rücksprache mit unserem Reiseveranstalter entschieden wir uns für Uganda. Die Gründe waren eindeutig: ein höheres Sicherheitsniveau und vor allem der Preis. Während die Gorilla-Genehmigung in Ruanda im Jahr 2023 rund 1.500 USD kostete, lag sie in Uganda bei „nur“ 800 USD – ein Unterschied, den man nicht ignorieren kann.

Direkt nach unserer Ankunft gab es allerdings die ersten kleinen Schwierigkeiten. Unsere Koffer waren in Kairo hängen geblieben, und außerdem wurde unsere Drohne beschlagnahmt. In Uganda werden Drohnen bei der Einreise registriert, sicher verwahrt und erst bei der Ausreise wieder ausgehändigt. Damit mussten wir leben. Unser erstes Ziel waren die Schimpansen. Bereits vor der Reise mussten wir negative Tuberkulose-Tests sowie verschiedene Impfungen nachweisen. Unsere Kinder durften diesmal nicht mitkommen, da der Zugang zu den Schimpansen erst ab einem bestimmten Alter erlaubt ist.

Dort erwartete uns die Begegnung mit jungen Schimpansen. Einer war ein echter Wildfang, eine andere eine ausgesprochen verschmuste Schimpansin, die die ganze Zeit unsere Nähe suchte. Dazu kamen noch zwei weitere kleine Rabauken. Sie durchsuchten uns gründlicher als manche Zollbeamte – Taschen, Reißverschlüsse, einfach alles. Natürlich wussten sie genau, dass irgendwo Bananen versteckt waren. Die halbe Stunde verging zwischen Gelächter und Staunen wie im Flug.

Am nächsten Tag stand eine Fahrradsafari auf dem Programm. Begleitet wurden wir von einem Guide und einem bewaffneten Ranger, denn in der Wildnis weiß man nie, wem man begegnen wird. Die Strecke führte nicht über befestigte Wege, sondern über Sand, Steine und Schlaglöcher. Flache Abschnitte wechselten sich mit Anstiegen ab, während die äquatoriale Sonne erbarmungslos auf uns herabbrannte. Belohnt wurden wir jedoch mit Begegnungen mit Giraffen und Zebras. Auf dem Rückweg fuhren die Kinder mit unserem Fahrer Ali im Auto zurück, während wir Erwachsenen weiter in die Pedale traten. Unterwegs trafen wir auf eine Büffelherde und mussten unsere Route kurzfristig ändern, denn Afrikanische Büffel gehören neben den Spitzmaulnashörnern zu den gefährlichsten Tieren des Kontinents. Nach drei Stunden im Sattel kamen wir erschöpft, aber glücklich zurück. Den Nachmittag verbrachten wir entspannt bei einer Bootsfahrt auf dem See, beobachteten Flusspferde und zahlreiche Vogelarten und genossen die besondere Atmosphäre.

Am folgenden Tag unternahmen wir eine Wanderung – erneut in Begleitung eines bewaffneten Rangers. Wir sahen Giraffen, Zebras und verschiedene Antilopenarten. Vielleicht wirkt das nach einiger Zeit etwas eintönig, doch ehrlich gesagt möchte man in einer solchen Situation nicht unbedingt auf gefährlichere Tiere treffen.

Dann kam der Höhepunkt unserer Reise: die Berggorillas im Bwindi Impenetrable National Park. Obwohl wir uns im Vorfeld intensiv informiert hatten, konnten wir uns nicht wirklich vorstellen, was uns erwarten würde. Die Berichte über die zahlreichen Giftschlangen in der Region sorgten für etwas Respekt, doch die Vorfreude überwog. Im Bwindi-Nationalpark leben mehrere Gorillafamilien, und jede Familie darf pro Tag nur von einer einzigen Besuchergruppe besucht werden. Die Regeln sind streng: maximal acht Personen und höchstens eine Stunde bei den Tieren. Kinder dürfen erst ab 15 Jahren teilnehmen. Deshalb entschieden wir uns, das Erlebnis aufzuteilen – zuerst machte sich mein Mann auf den Weg.

Sein Trekking dauerte sieben Stunden. Steile Hänge, aufgeweichter Boden und schwieriges Gelände verlangten den Teilnehmern alles ab. Viele rutschten aus oder stürzten. Die Belohnung war jedoch unbezahlbar: ein Silverback in greifbarer Nähe und mehrere winzige Gorillababys, die in seiner Umgebung spielten.

Am nächsten Tag war ich an der Reihe. Unsere Gruppe bestand nur aus drei Touristen – ideale Bedingungen. Die Route galt als „einfacher“, dennoch waren wir insgesamt fünf Stunden unterwegs. Der Regenwald war feucht, der Boden rutschig und die Sonne brannte unerbittlich. Im letzten Drittel ging es steil bergauf. Der Boden war nass, das Laub glitschig, und ohne Wanderstock und Handschuhe wäre das Vorankommen nahezu unmöglich gewesen. Ständig musste ich Spinnweben aus meinem Gesicht entfernen – für jemanden mit Spinnenangst nicht gerade ein angenehmer Zusatz.

Dann war es endlich so weit. Wir erreichten die Gorillas. Schnell die Masken aufsetzen, Kamera und Handy bereithalten – und los ging es. Die erlaubte Stunde vergeht unglaublich schnell. Mein Mann hatte mir den Rat gegeben, nicht erst alles auf mich wirken zu lassen, sondern sofort Fotos zu machen. Zum Glück hörte ich auf ihn. Die Gorillas befanden sich nicht an einem Ort, sondern waren über den gesamten Hang verteilt. Also folgten wir ihnen durch das Dickicht.

Plötzlich schlug einer der Ranger mit seiner Machete gegen ein Gebüsch. Eine Gorillamutter mit ihrem Jungtier erschrak und stieß einen lauten Warnruf aus. Sekunden später trat der Silverback aus dem Unterholz. Riesig, kraftvoll und beeindruckend stand er nur wenige Meter vor uns und begann laut zu grunzen. Sofort erstarrten wir, senkten die Köpfe und lauschten den beruhigenden Lauten der Ranger. Fünf Minuten lang herrschte angespannte Stille, während das Herz bis zum Hals schlug. Schließlich beruhigte sich der Silverback, begann wieder zu fressen und wir konnten unseren Besuch fortsetzen. Dieser Moment war überwältigend. Gorillas aus solcher Nähe zu erleben, ihre Kraft zu spüren und zugleich die Zerbrechlichkeit des Augenblicks wahrzunehmen, ist ein Erlebnis, das man niemals vergisst.

Unsere Unterkunft lag am wunderschönen Lake Mutanda. Für uns war dies der schönste Ort in ganz Uganda. Der See mit seinen kleinen Inseln, die mächtigen Vulkane im Hintergrund und die grünen Felder an den Hängen erinnerten eher an eine Landschaft in Asien als an Afrika. Durch die höhere Lage besteht hier zudem praktisch kein Malariarisiko – ein weiterer Pluspunkt.

Für die letzten beiden Nächte reisten wir nach Kampala. Unterwegs machten wir natürlich Halt am berühmten Äquator-Denkmal – das obligatorische Erinnerungsfoto durfte nicht fehlen. In der Hauptstadt wohnten wir in einer kleinen Pension mit familiärer Atmosphäre. Dort kochte eine liebenswerte „afrikanische Oma“, deren hausgemachte Gerichte einen perfekten Abschluss unserer Reise bildeten.

Vor unserem Rückflug besuchten wir noch das Ziwa Rhino Sanctuary, in dem Breitmaulnashörner leben. Gemeinsam mit einem Ranger machten wir uns früh am Morgen zu Fuß auf die Suche nach ihnen, bevor die große Hitze einsetzte. Nur wenige Dutzend Meter von einem mehrere Tonnen schweren Nashorn entfernt zu stehen, ist ein Gefühl, das sich kaum beschreiben lässt. Obwohl diese Tiere als vergleichsweise friedlich gelten, war der Respekt enorm.

Unser letzter Ausflug führte uns zum seltenen Schuhschnabel. Dieser etwa 1,5 Meter große Vogel mit seinem gewaltigen, schuhförmigen Schnabel gehört zu den außergewöhnlichsten Vogelarten Afrikas. Kaum hatten wir die Bootsfahrt begonnen, setzte allerdings heftiger Regen ein. Wir fanden den Vogel zwar, doch angesichts von Regenjacken und Schirmen wollte niemand so recht hinaus. Trotzdem konnten wir ihn beobachten – und das allein war die Mühe wert.

Am Nachmittag bestiegen wir schließlich das Flugzeug nach Tansania. Doch das ist eine andere Geschichte. Uganda hat einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen: die Berggorillas, der Mutanda-See, die Nashörner, die Menschen und die einzigartige Atmosphäre. Es ist ein Land voller Kontraste, unvergesslicher Begegnungen und außergewöhnlicher Erlebnisse.

Unsere Tipps

Was man besuchen sollte: Besonders empfehlenswert sind der Lake Mutanda und der Bwindi Impenetrable National Park. Dort sollten Sie unbedingt an einem Gorilla-Trekking teilnehmen. Darüber hinaus gibt es in der Region zahlreiche weitere interessante Ausflugsziele. Die Nachfrage nach Gorilla-Trekkings ist sehr hoch. Daher sollten die erforderlichen Permits bereits mehrere Monate im Voraus reserviert werden. Die Teilnehmerzahl ist streng begrenzt. In der Regel besteht eine Gruppe aus acht bis zehn Touristen sowie Rangern, Naturschützern, Guides und Trägern. Insgesamt umfasst eine Gruppe somit etwa 20 bis 30 Personen, die an einem Tag eine Gorillafamilie besuchen dürfen. Vergessen Sie keinesfalls, einen Träger zu engagieren. Selbst ein kleiner Rucksack mit Getränken und Fotoausrüstung kann auf den oft anspruchsvollen Wegen schnell zur Belastung werden. Fotografieren Sie von Anfang an und bei jeder Gelegenheit – die erlaubte Stunde bei den Gorillas vergeht überraschend schnell. Machen Sie sich bereits vor dem Trekking gründlich mit Ihrer Kameraausrüstung vertraut, denn bei den Gorillas bleibt keine Zeit, um noch Einstellungen auszuprobieren oder die Technik kennenzulernen.

Einschränkungen für Kinder: Das Gorilla-Trekking ist erst ab einem Alter von 14 bis 15 Jahren erlaubt. Darüber hinaus sollten die Risiken von Malaria und anderen Tropenkrankheiten sorgfältig berücksichtigt werden. Wir empfehlen, sich gegen alle möglichen Krankheiten impfen zu lassen, für die entsprechende Impfungen verfügbar sind. Tropische Erkrankungen können tückisch verlaufen, und die medizinische Versorgung entspricht nicht überall europäischen Standards. Außerdem raten wir dringend zum Abschluss einer sogenannten „Flying Doctors“-Versicherung, die im Notfall einen medizinischen Evakuierungsflug ermöglicht. Wenn Sie von Uganda aus in ein weiteres afrikanisches Land weiterreisen, kann es zudem erforderlich sein, einen Nachweis über eine Impfung gegen Gelbfieber vorzulegen.

Tipps zum Essen: Probieren Sie möglichst viele Spezialitäten der lokalen afrikanischen Küche. Achten Sie jedoch darauf, wo Sie essen. Restaurants oder Imbissstände mit mangelnder Hygiene sollten Sie meiden – es sei denn, Sie sind besonders abenteuerlustig. Generell haben uns in Afrika vor allem die hervorragenden cremigen Gemüsesuppen begeistert, die in vielen Unterkünften und Restaurants angeboten werden.

Was man vermeiden sollte: Meiden Sie Orte mit größeren Menschenansammlungen und kaufen Sie bei Straßenhändlern möglichst nichts ohne die Begleitung eines Guides oder Fahrers. Bewegen Sie sich vorzugsweise in einer Gruppe oder mit einem ortskundigen Führer und bleiben Sie nach Einbruch der Dunkelheit möglichst in Ihrer Unterkunft. Beim Gorilla-Trekking sollten Sie die Anweisungen der Ranger und Guides unbedingt befolgen. Schauen Sie einem Silverback niemals direkt in die Augen und laufen Sie im Falle einer kritischen Situation auf keinen Fall davon. Gegen die Geschwindigkeit und Kraft eines Gorillas haben Menschen keine Chance, und Flucht kann als Provokation oder Aufforderung zur Verfolgung verstanden werden. Achten Sie bei Wanderungen und Spaziergängen in der Natur außerdem auf Schlangen. Nutzen Sie nach Möglichkeit nur gut erkennbare und übersichtliche Wege und vermeiden Sie es, durch dichtes Unterholz oder hohes Gras zu gehen.

Uganda ist ein Land, das mit seiner Schönheit, Vielfalt und dem bemerkenswerten Lebensmut seiner Menschen begeistert. Seine Geschichte, seine Kultur und seine einzigartigen Naturschätze ziehen Reisende und Entdecker aus aller Welt an, die den Zauber Ugandas in seiner ganzen Pracht erleben möchten.

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